SPOTLIGHT #4

Volles Haus und ein Thema, das den Kern der Szene trifft: Beim vierten SPOTLIGHT-Netzwerktreffen am 10. Februar 2026 im Degginger stand die Frage im Raum, wie es um Orte für Popularmusik in Regensburg und der Oberpfalz steht. Und was es braucht, damit sie auch in Zukunft bestehen können.

Eva-Maria Morel (Kreativbehörde Regensburg) gab einen Einblick über zentrale Erkenntnisse mit Fokus Musikwirtschaft aus der Bedarfserhebung 2023 zum Kreativareal Stadtlagerhaus vor und ordnete diese in die lokale Entwicklungsperspektive ein.

Im Zentrum des Abends standen die Ergebnisse der aktuellen Bedarfsanalyse der Musikszene. Dr. Aron Weigl (EDUCULT) gab Einblicke in die erhobenen Daten mit dem Fokus auf das Thema „Räume“ und machte deutlich, wie groß der Bedarf an Auftritts-, Probe- und Arbeitsorten ist. 

Im anschließenden Bühnengespräch, moderiert von Christina Wolf (Bayerischer Rundfunk), diskutierten Ines Maier (Musiker*in und Produzent*in, Fennel&Friends), Alex Schuster (corner.concerts, corner,company; Booking und Management), Sarah Lohr (Z-Bau, Musiker*in AKJ), Wolfgang Dersch (Kulturreferent Stadt Regensburg) und Stefan Schleifer (Gaswerk Augsburg; swaKreativWerk) über konkrete Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze. Deutlich wurde dabei vor allem das Spannungsfeld zwischen kultureller Vielfalt und wirtschaftlicher Tragfähigkeit: Während kleine Spielstätten das Rückgrat der Szene bilden, sind sie oft kaum kostendeckend zu betreiben. Gleichzeitig fehlen Räume für Entwicklungsschritte – sowohl im kleinen als auch im mittleren Größenbereich.

Neben Fragen der Infrastruktur ging es auch um Zugänge und Verantwortung: Wer hat Zugang zu bestehenden Räumen? Wie können Verwaltung, Förderung und Szene besser zusammenarbeiten? Und welche Rolle spielt Popularmusik als Standortfaktor für die Region?

Impressionen